Zeitinsel: „Spießbürger und Pulverdampf“
Die Werla gerät am Ende des Mittelalters in Vergessenheit



Am Ende des Spätmittelalters hatte lag die Werla längst schon in Ruinen. Verblieben war eine Siedlung mit diesem Namen, die westlich der Kernburg lag. Dieser Ort Werlawurde 1505 das letzte Mal urkundlich erwähnt.

Die Städte Goslar und die Hansestadt Braunschweig waren am Ende des Mittelalters zu den Zentren der Region aufgestiegen. Die große wirtschaftliche Kraft, die durch Silberbergbau und Handel gewonnen wurden, gaben dem Patriziat in diesen Städten auch neue Möglichkeit Einfluss auf die Politik zu nehmen. Ein ganz neues politisches Selbstbewusstsein entstand.

Der Besucher erhält hier die Gelegenheit  die neu entwickelte Wehrtechnik und das Handwerk einer städtischen Gesellschaft hautnah zu erfahren und das Spätmittelalter im Lager der Aktiven zu erforschen.

Die Demonstrationen der Ritter in gotischer Rüstung, der “Spießbürger” und die Vorführungen von Repliken von den damals neu entwickelten Kanonen und Handbüchsen sind Highlights auf der Expedition des Besuchers durch die Geschichte der Pfalz Werla.


Hansezeit – Braunschweig als Hansestadt
(1358 – 1400 )


Hansehafen um 1380 (Middelaldercentret/DK)Braunschweig ist seit 1358 Hansestadt. Handelsbeziehungen der Braunschweiger Handelsherrn reichen bis ins ferne Nowgorod und nach Ungarn.
Die Aufnahme Braunschweigs in diesen Bund führt auch in der Stadt zu einer rasanten Entwicklung, die auch zu Spannungen führt.
In einem Aufstand wird die Macht der Patrizier gebrochen und 8 Ratsherren ermordet. Der Ausschluss aus der Hanse als Strafe erfolgt stante pede. Erst nach sieben Jahren und schwerer Sühne wird Braunschweig wieder in der Hanse aufgenommen.
Aber wie sieht so eine städtische Gesellschaft aus? Die Elvelüüt aus Hamburg können ihnen hier Auskunft geben.

Akteure. Elevelüüt, Schwanenbürger


Schaller und Helmbarte –Städtische WehrhaftigkeitHauptmann eines städtischen Aufgebots um 1470

Städte des Spätmittelalters konnten schlagkräftige Armeen ausrüsten und unterhalten. Dem Aufruf des Reihstages und des Kaiser folgend waren die freien Reichstädte auch verpflichtet ein Aufgebot zu entsenden.
Ein solches städtisches Aufgebot  finden sie im in diesem Bereich.
Die Haufen dieser städtischen Fußsoldaten mit ihren Stangenwaffen und frühe Schusswaffen ersetzten die Panzerreiter des Mittelalters.

Alles zu diesem Thema können sie im Lager des Nürnberger Aufgebots von 1474 finden.