Der Anstoß:
„ .. In praesidio urbis quae dicitur Werlaon.. “


Zeitgleich war der zweite Ansatz den kleinen Quellenschnipsel aus einer Chronik auf eine zweite Spur, die zum Thema „Ungarn und Deutsche“ führte:
In dieser Quelle wurde gesagt, dass bei der Abwehr eines Ungarneinfalles am Harzer Nordrand König Heinrich I. „ .. In praesidio urbis quae dicitur Werlaon.. “ ( ..in der Stadt weilte, die Werla genannt wird).

In diesem Gefecht bei Werla  (924/926) soll ein Ungarischer Edler als Geisel genommen worden sein, der es dem König Heinrich I. möglich machte einen mehrjährigen Frieden auszuhandeln und es ermöglichte Vorkehrungen gegen diese Angriffe dieser Reiterhorden zu treffen.
Burgenbau und die Zusammenfassung der gepanzerten Reiter nach spätrömischem und fränkischem Vorbild und deren Formung zu einer schlagkräftigen und beweglichen Armee gehörten zu diesen Maßnahmen.
Aber erst seinem Sohn Otto I. war es vergönnt mit dem Sieg der vereinigten deutschen Stämme über ein Ungarnheer auf dem Lechfeld 955 dem Spuk aus der Theißebene ein Ende zu bereiten. Ungarn wurde christianisiert und zu einem Königreich.
Schaut man heute auf die bunte politische Karte Europas, sieht man ein Bild, das um 1000 so seine Gestalt annahm.
Also sind die Ereignisse im Jahre 926 bei der Pfalz Werla und ihre Folgen von einer gewissen Bedeutung. Grund genug sich die Pfalz näher anzuschauen.

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