Die Quellen:
oder was erzählen Uns die Chronisten über die Werla


Wenn in den Quellen die Werla genannt wird sie als castellum, civitate regia oder urbs bezeichnet (also als Burg, Pfalz oder Stadt). Auch wenn es schwierig ist genau zu deuten, was der Autor mit seiner Wortwahl sagen wollte, eines macht die Wortwahl der Chronisten klar. Die Werla war vor 1000 Jahren vermutlich nicht nur eine gut befestigte Anlage, sondern offensichtlich auch eine lebendige Siedlung mit einer für damaligen Verhältnis erwähnenswerten Bevölkerung, wie sich aus den Begriff urbs (also Stadt) lesen lassen mag.

Die spärlichen Quellen erzählen uns auch dass die Pfalz nicht nur als Pfalz Ort von Hoftagen war, und oft als Aufenthaltsort der luidolfingischen Könige von Heinrich I. bis Otto III. war, sondern auch als  Versammlungsort der sächsischen Edlen Bedeutung hatte.

Nach 1017 wurden die Hoftage nach Goslar ( eine Tagesritt nach Süden ) verlegt. Die Werla verlor damit die Würde als Pfalz. Am Ende des 11. Jhdts. verlor der Wirtschaftshof Werla auch noch seine Bedeutung durch den Verlust von 200 Hufen, die als Belohnung an Udo von Hildesheim für dessen Unterstützung gegen den rebellierenden sächsischen Adels übereignet wurden.
 
Noch einmal erwähnt wurde sie 1180 im Zusammenhang mit dem Prozess gegen Heinrich den Löwen, den Friederich I. Barbarossa - wohl auch aus politischen Gründen - gegen den Sachsen Heinrich auf der Werla stattfinden ließ.
Danach wird die Quellenlage noch dürftiger.

Und in der beginnenden Neuzeit verliert sich die Spur. Die Werla verschwindet aus den Annalen.
Soweit die sehr dürftige Quellenlage.

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